Besuch der Volkschule in Krnica, Gemeinde Marcana, Kroatien

 

Die Volkschule „Vladimir Nazor“ in Krnica, Gemeinde Marcana, war das Ziel des Besuchs von Damir Bedrina, einem gebürtigen Kroaten aus Bischofsmais. Der Anlass – Spende, Übergabe einer akustischen Gitarre und kleinen Percussion-Instrumenten für den Musikunterricht an der Schule. Gemeinsam mit dem neugewählten Bürgermeister der Gemeinde Marcana,  Predrag Plisko (in Kroatien fand in Mai Kommunalwahl statt) betrat Bedrina das Schulgebäude. Die gesamte Schulgemeinschaft, Lehrerkollegium und Schülerinnen von der 3. bis 8. Klasse, empfing die Gäste mit dem Klang der Rozenice, einem typischen Volksinstrument, gestimmt in besonderer Stimmung – einer sechs Ton Skala.

Die Rektorin, Romana Percan, begrüßte die Gäste und dankte für die Spende. Es war ein erster offizieller Termin des Bürgermeister Plisko. Er selbst besuchte diese Schule acht Jahre lang und war gerührt von dem herzlichen Empfang. Auch Bedrina fehlten die Worte für so viel Anerkennung wegen einer kleinen Spende. Der Chor der Schule hat zwei Lieder vorbereitet, die mehrstimmig und auswendig vorgetragen wurden. Die Gitarre hatte Marianne Loibl, Pfarrsekretärin der Pfarrei Bischofsmais gespendet. Bedrina steuerte einige Percussion-Instrumente bei. Die Schüler der 8. Klasse und der Bürgermeister haben sofort die Gitarre gestimmt. In Kroatien besuchen alle Schüler die 8-jährige Volksschule. Danach folgt der Übertritt ans Gymnasium oder eine Berufsfachschule. In Krnica sind die Schüler von der 3. bis zur 8. Klasse untergebracht, während die Erstklässler und die zweite Klasse in der Außenstelle in Rakalj, 3 km entfernt, unterrichtet werden.

In der Gemeinde Marcana sind neben Krnica, weitere Volksschulen in Marcana, dem Sitz der Gemeinde, mit der Außenstelle in Divsici.

Eine Besonderheit der Schule „Vladimir Nazor“ in Krnica, benannt nach dem kroatischen Kinderbuchautor und Dichter, ist, dass Deutsch als erste Fremdsprache ab der dritten bis zur achten Klasse gelehrt wird. Ab der vierten Klasse kommt Englisch noch dazu. Bereits ab der zweiten Schulklasse lernen die Schüler Italienisch.

Die Gemeinde Marcana pflegt freundschaftliche Beziehungen mit der Gemeinde Bischofsmais. Es ist der Wunsch aller Verantwortlichen, diese zu vertiefen. Mehrmals war KUD „Mate Balota“ aus Rakalj beim „drumherum“ in Regen und Bischofsmais zu Besuch. Gegenseitige Besuche der Verantwortlichen der beiden Gemeinden fanden des Öfteren statt.

Nach dem herzlichen Empfang war noch genügend Zeit, bei Kaffe und Kuchen mit dem Lehrerkollegium verschiedene Themen zu besprechen. Ein besonderer Wunsch der Schule ist auch, mit Hilfe des EU-Förderprogrammes Erasmus+ mit der Schule im Bayerwald einen Austausch zu pflegen. Hoffen wir, dass es dazu in naher Zukunft kommt. Wo ein Wille, dort auch ein Weg.

Damir Bedrina

Fotos: Damir Bedrina