Diddie Schneider erhält Bürgermedaille in Gold

Laudatio des Bürgermeisters Walter Nirschl anlässlich der Verleihung der Bürgermedaille in Gold an Herrn Dietmar Schneider:

Sehr geehrte Ehrengäste, sehr geehrte Damen und Herren,

es ist mir eine besondere Ehre heute einen Mann aus unserer Gemeinde die Bürgermedaille zu verleihen, der den Namen Bischofsmais weit in die Welt hinaus trägt.

Er hat es geschafft, den Bike Park am Geißkopf und damit auch die Gemeinde Bischofsmais national und auch international bekannt zu machen. Es gäbe viel zu erzählen aus seinem Leben, aber das würde den Rahmen der heutigen Sitzung sprengen. Darum möchte ich nur einige Stationen heraus greifen.

Geboren wurde er als Dietmar Schneider am 4. Oktober 1966 in Stuttgart – (er ist also seit kurzer Zeit auch ein UHU – unter Hundert und auch ein gebürtiger Schwabe). Nach der Schule hat er Schreiner gelernt und in der Firma seines Vaters gearbeitet. Nebenher hatte er aber einen großen Traum, der ihn auf dem weiteren Lebensweg nicht mehr losgelassen hat und den er auch kontinuierlich umgesetzt hat.

Diddie Schneider gilt seit über 25 Jahren als Synonym für die kompetente Realisierung von internationalen Mountainbike- und BMX-Strecken, Mountainbike-Parcours und Wettkampfstrecken im Mountainbike-Weltcup, also eine aufregende Ära im Mountainbike- und BMX-Sport.

Angefangen hat Diddie Schneider aus dem BMX Profisport heraus mit der Organisation von Events und dem Bau von BMX- und Mountainbike-Strecken. Sein Traum war es, selbst einen Bikepark aufzubauen. Diesen Traum hat Diddie Schneider bereits 1999 erfolgreich umgesetzt und den MTB Zone Bikepark Geißkopf in Bischofsmais und die dort ansässige MTB-Schule gegründet. Am Anfang hatte er es nicht leicht und wurde von vielen belächelt und als Freak abgetan. Diddie Schneider hat sich aber nicht beirren lassen und hat seinen Traum kontinuierlich ausgebaut.

Diddie Schneider hat den Downhillsport nach Bischofsmais gebracht und damit auch Tausende von jungen Gästen nach Bischofsmais geholt. Der Bikepark ist die beste Werbeaussage für unsere Region seit rund 17 Jahren und sogar im letzten Winter (2015/16) wurde der Geißkopf wegen Schneemangels schon als Bikepark genutzt und hat dabei eine Besucherzahl angezogen, die nicht mal bei besten Winterbedingungen beim Schifahren bisher erreicht wurde. Dies war möglich, in dem   Diddie Schneider seine Kontakte eingesetzt hat und damit kurzfristig ein Alternativprogramm anbieten konnte.

Die Struktur unserer Gäste hat sich durch seine Aktivitäten wesentlich verjüngt. Vielen Vermietern hat er damit eine neue Zielgruppe eröffnet und auch uns als Gemeinde tut es gut, wenn am Wochenende ganze Scharen von Bikern aus ganz Süddeutschland und den Nachbarländern zum Geißkopf fahren, um auf der Bikeparkstrecke ihrer Sportart nachgehen zu können. Die Gemeinde Bischofsmais ist stolz, dass wir mit Diddie Schneider, den bekanntesten Bikeparkbauer als Bürger in unserer Gemeinde haben. Trotz der vielen, teilweise auch sehr lukrativen Angebote aus dem In- und Ausland ist er der Gemeinde Bischofsmais treu geblieben.

Diddie Schneider ist kein Mann der großen Worte, eher ein Macher und ein Mann mit einem „Naserl“ für Trends im Sportbereich. Ob Downhill oder jetzt auch den 3D-Bogenpark oder in naher Zukunft ein Projekt im E-Bike-Bereich zusammen mit der Firma Bosch und hier wieder ein Projekt, das in Deutschland und Österreich eine Vorreiterrolle hat, Diddie Schneider versteht es, Ideen aufzusammeln und vor allem dann auch umzusetzen. Sein Händchen beim Modellieren von Geländeformen und Strecken ist auf der ganzen Welt bekannt.

Keiner konzipiert besser. Viele gehen durch seine Schule. Und alle fliegen auf seinen Strecken. Der Bikepark-Papst Diddie Schneider wohnt seit 2001 in unserer Gemeinde Bischofsmais.

Inspiriert für seinen Werdegang wurde Diddie Schneider durch ein Buch über einen sehr großen Stuntman und die TV Serie „Ein Colt für alle Fälle“ bei der spektakuläre Stunts zu sehen waren.

Mittlerweile sind spektakuläre Sprünge längst Diddies tägliches Brot. Viele der großen Bikeparks weltweit (das ist wirklich bemerkenswert) tragen seine Handschrift, wurden von ihm entworfen, gebaut und zwar alles eigenhändig. Das ist Ehrensache und Qualitätssiegel zugleich.

Nach 300 gebauten Strecken ist der Bagger zum Modellieren längst einer seiner wichtigsten Gefährten – im Berufsleben. Und selbst der geilste Job gerät dabei oft zur Schinderei. Spaß macht das Diddie Schneider besonders, weil er dabei zusehen kann, wie seine Werke wachsen. Sind Genehmigungsverfahren und sonstiger Bürokratenkram erst einmal abgeschlossen, gibt’s für Diddie kein Halten mehr. Es geht los: Der Bagger bewegt tonnenweise Erde und schafft aus einem gewöhnlichen Berghang ein Bikerparadies mit Tables, Doubles, Steilkurven und Höchstschwierigkeiten. „Es ist wie beim Malen eines Bildes. Du hast eine gewisse Vorstellung, weißt aber nicht genau, was am Ende dabei rauskommt“ so sein Kommentar dazu.
Der Parcoursbauer als Künstler. Diddie arbeitet längst nicht mehr nach Plan und Skizze, sondern nach Vorstellungen, die sich in seinem Kopf befinden. „Wenn ich ein Modell ausarbeite, nehme ich mir die Flexibilität, etwas entstehen zu lassen.“

Auf der Eurobike der größten Bike und Radmesse Europas springt die Elite alljährlich ebenso auf seinem Parcours, wie in Willingen beim Downhill-Weltcup im Juni.
Angefangen hat alles in Bad Abbach bei Regensburg. „Dort hat er die erste Dual-Slalom-Strecke in Deutschland gebaut“.

Der Bikepark am Geißkopf wurde am 11. Juni 1999 in Bischofsmais mitten im Bayerischen Wald eröffnet. Im Bikepark Geißkopf können Mountainbiker ausprobieren, was auf dem grob-stolllig bereiften Geländerad so richtig Spaß macht! Am Geißkopf fanden seit dieser Zeit viele internationale und auch nationale Veranstaltungen statt.

Gerade jetzt ist er zusammen mit der Gemeinde Bischofsmais und Baron von Poschinger dabei, ein komplett neues Konzept für eine neue Zielgruppe zu erstellen.

Im Bereich der Tagestouristen aber auch bei den Übernachtungen hat Diddie Schneider mit seinem Bikepark einen sehr großen Anteil für die Attraktivität des Urlaubsortes Bischofsmais erreicht und dafür gebührt ihm großer Dank.

Auf Antrag des CSU – Ortsverbandes hat der Gemeinderat deshalb in seiner Sitzung am 8.Dezember beschlossen, Diddie Schneider für sein Wirken und Engagement im touristischen Sektor und als Botschafter für die Urlaubsregion Bischofsmais national und auch auf Internationalen Veranstaltungen, die Bürgermedaille zu verleihen.

Herzlichen Glückwunsch

diddie-schneider

Im Bild von links: 2. Bürgermeister Helmut Plenk, 1. Bürgermeister Walter Nirschl, Dietmar Schneider, 3. Bürgermeister Josef Pledl.