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Bischofsmaiser Krippe im
Baderhaus
 
Der Grundstock für die Bischofsmaiser Krippe wurde wohl um 1875 in Tirol erworben. Ihre Aufstellung übernahmen die seit 1863 im ,,Mädchenschulhaus“ wohnenden und unterrichtenden englischen Fräulein. In dieser Zeit sind sicher weitere Figuren dazugekommen.
Jeweils von Weihnachten bis Lichtmess war die Krippe zunächst in der Pfarrkirche, dann im Ölberg, einem kleinen Anbau im Friedhof, aufgestellt. Nach dem Abriss der Schule und der Errichtung des Leichenhauses 1963 beschränkte man sich allein auf die Darstellung der Geburtsszene am linken Seitenaltar der Pfarrkirche. Frau Reserl Saller nahm sich, wie schon die Jahre vorher, dieser Aufgabe an.

Die weiteren Krippenteile lagerten verborgen auf dem Dachboden des Pfarrhofes, bis sie Josef Moosbauer (+2003) dort ,,wiederentdeckte“ und fachkundig und aufwändig restaurieren lies. Dabei wurden alle Personen, Tiere und Gebäude dokumentiert. Eine glückliche Verfügung war es, dass zu diesem Zeitpunkt Bürgermeister Edgar Stecher und der Gemeinderat den Mut hatten, das ehemalige ,,Bader-Haus“ unmittelbar an der Kirche zu erwerben und im alten Baustil, aber völlig neu konzipiert, umzugestalten.

Das Elternhaus des früheren Bischofs von Augsburg, Dr. Joseph Freundorfer (+1963), und das Wohnhaus des Heimatschriftstellers Max Peinkofer (+1963), konnte nunmehr zur Heimat der Bischofsmaiser Krippe und zu einem kleinen Museum im Ortskern des bedeutenden Erholungsortes im Bayerischen Wald werden.
In mehr als Tausend Arbeitsstunden gelang es dem Bischofsmaiser Max Niedermeier die insgesamt 260 Figuren in einer 15m² großen Vitrine anschaulich in Szene zu setzen. Das orientalische Umfeld bietet einen Rahmen für die einzelnen Bilder aus dem Leben Jesu.
 
Der Einsiedler Degenhard, im 14.Jahrhundert nahe der Oberbreitenau lebend , erzählt sozusagen die Geschichte des Rundganges, beginnend mit Mariä Verkündigung, anschließend der Geburt Christi mit Lobpreis der Engel, dem Buch der Hirten sowie der Anbetung durch die Hl. Drei Könige. Es Folgen der gebieterische König mit dem grausamen Kindermord, die Flucht der heiligen Familie nach Ägypten und das Alltagsleben in der Zimmerei in Nazaret. Dann beginnt das öffentliche Wirken Jesu mit seinem Auftritt als 12-Jähriger im Tempel, der Versuchung in der Wüste mit dem Teufel, das Gespräch mit der Samariterin am Jakobsbrunnen und schließlich als grandioser Schluss das erste Wunder bei der Hochzeit zu Kana. Ein Bezug zur Gegenwart stellt eine Frau (neu geschaffen) in original Bischofsmaiser Tracht her.
Öffnungszeiten:
Dienstags und Donnerstags:14:00-16:00 Uh
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