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Bereits 1.585 ließ ein Degenberger Burgherr diese Hochfläche roden und besiedeln. Mitte des vorigen Jahrhunderts wohnten noch 80 Leute auf dieser über 1.000 m hohen Ebene den Kampf mit der Abgeschiedenheit, mit rauem Wetter und kargem Boden. Nur Hafer, Kartoffeln und Weißrüben gediehen auf der Oberbreitenau, und die Ernte wurde oft eingeschneit. Der Bayerische Staat kaufte in den zwanziger Jahren die verlassenen Anwesen, die nun bis auf die Grundmauern verfielen.
Aus dem "Greilbauernhaus", als letztes 1925 verkauft, entstammte immerhin der Professor Dr. Franz Xaver Greil, Abgeordneter des Bayerischen Landtages und des Deutschen Reichtages. Aus diesem Anwesen entstand ei Bergunterkunftshaus unter Bezeichnung "Landshuter Haus". Es fiel im September 1965 einem Brand zum Opfer, wurde jedoch 1968 als Jugendherberge mit Gasthaus wieder eröffnet.

Interessant ist die Oberbreitenau auch für die Botaniker und Geologen. Die durch Quellen entstandene Hochmoorfläche ist ein botanisches Exkursionsgebiet. An der Spitze der seltenen Pflanzen steht das Karlszepter. Streng geschützt sind auch der blassgelbe Fingerhut, Knabenkraut und Arnika. An typischen Hochmoorpflanzen wachsen Rauschbeere und Moosbeere, Wollgras, Fettgras und Sonnentau. Das der heutigen Bergrücken den Unterbau eines einst mächtigen Gebirges darstellt, beweisen die sehr alten Gneisgranite.
Zu besichtigen sind heute noch die Grundmauern der damaligen Höfe sowie das neuerbaute "Landshuter Haus", das gerne als Rastplatz bei der Wanderung durch die Oberbreitenau genutzt wird.
Ein Geheft über die Geschichte der Oberbreitenau - und damit exemplarisch über die Geschichte der Besiedelung des Bayerischen Waldes - kann man im Verkehrsamt erwerben. Geschrieben wurde es von Karl Gundermann, einem profunden Kenner der Bischofsmaiser Geschichte.

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