Vortrag für Bischofsmaiser Senioren
Die Seniorinnen und Senioren der Gemeinde Bischofsmais trafen sich am 5. März 2026 im Gasthaus Alte Post zu einem informativen Vortrag. Seniorenbeauftragte Katharina Zellner hatte dazu Ewald Weininger von der Kreisverkehrswacht Regen eingeladen. Das Thema des Nachmittags lautete: „Mobil bleiben – aber sicher“.
Mehr als 40 interessierte Seniorinnen und Senioren waren der Einladung gefolgt. Sie erfuhren unter anderem, dass viele Verkehrsunfälle auf Landstraßen passieren. Im Jahr 2024 waren in Deutschland Senioren an rund 55.000 Verkehrsunfällen beteiligt; mehr als 400 Menschen über 65 Jahre kamen dabei ums Leben. Damit liegt der Anteil der tödlich Verletzten in dieser Altersgruppe bei über 40 Prozent.
Im weiteren Verlauf des Vortrags stellte der Referent typische Unfallszenarien vor und ging dabei auf altersspezifische Aspekte ein. Eingeschränkte Beweglichkeit – etwa beim Schulterblick – sowie nachlassende sensorische und kognitive Leistungsfähigkeit spielen im Straßenverkehr eine wichtige Rolle.
Anschließend zeigte Weininger Möglichkeiten auf, wie solche Situationen vermieden oder besser gemeistert werden können. In diesem Zusammenhang stellte er auch aktuelle und wichtige Fahrassistenzsysteme vor, die gerade für ältere Menschen eine sinnvolle Unterstützung darstellen können. Gleichzeitig betonte er jedoch: „Technik kann nur unterstützen – sie ersetzt weder den Fahrer noch seine Aufmerksamkeit.“
Auch auf einige wichtige Neuerungen im Straßenverkehr ging der Referent ein, insbesondere im Hinblick auf den zunehmenden Fahrradverkehr sowie auf eine immer häufigere Unfallursache: Ablenkung im Straßenverkehr. Anhand anschaulicher Beispiele verdeutlichte er die Gefahren. Bereits eine Sekunde Ablenkung bei 30 km/h verlängert den Reaktionsweg um etwa neun Meter – neun Meter „im Blindflug“, die im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden können.
Ein weiteres Thema war der Einfluss von Medikamenten auf die Fahrtüchtigkeit. Dabei wurde deutlich, dass diese Problematik vielfach nicht realisiert und häufig unterschätzt wird. Besonders die Wechselwirkungen verschiedener Medikamente können sich negativ auf die Teilnahme am Straßenverkehr auswirken.
Zum Abschluss wies Weininger auf die Angebote der Verkehrswacht speziell für Senioren hin. Diese reichen von E-Bike-Kursen mit Theorie und Praxis bis hin zu Pkw-Sicherheitstrainings, die regelmäßig stattfinden und rechtzeitig in der Presse angekündigt werden.

Seniorenbeauftragte Katharina Zellner bedankt sich mit einem Glas Honig bei Ewald Weininger von der Verkehrswacht Regen; Foto: Karl Wichmann
Nach einer kurzen Diskussionsrunde mit zahlreichen Fragen bedankte sich Seniorenbeauftragte Katharina Zellner mit einem Glas Honig bei Ewald Weininger für seinen engagierten und interessanten Vortrag.
Die Besucherinnen und Besucher waren sich einig: Dieser informative Nachmittag hat sich gelohnt und war äußerst lehrreich.
Das nächste Treffen der Seniorinnen und Senioren findet am Donnerstag, den 26. März, um 14 Uhr im Pfarrsaal statt.