Uwe Hansen zum 60. Mal in Bischofsmais

Klare Wegweisung in seine 748 km entfernte „zweite Heimat“

Eigentlich wollte Uwe Hansen im April 1994 nur mal schauen, wo sein langjähriger Sportfreund Christian Carstensen abgeblieben ist, mit dem er 1967 Deutschlands einzigen Fußballverein, der nur Wohltätigkeitsspiele bestreitet, gegründet hatte. Der war nämlich zu seiner Tochter Christa und Schwiegersohn Hans Aicher gezogen, die Am Schochert Inhaber der Pension „Christl“ waren. „Und bei diesem Erstbesuch habe ich mich in Bischofsmais verliebt!“ sagt der zum Dauergast gewordene Hamburger Sportjournalist. Auch nach dem die Aichers aus Altersgründen die Pension an die Familie Eis übergaben, blieb er den Reisen nach Bischofsmais treu. Denn: er hatte dort viele Freundschaften geschlossen mit denen er sich alljährlich zum Wiedersehen trifft. Auch zahlreiche Hamburger aus seinem Umfeld hat er in vorherigen Jahren in Bischofsmais „eingeführt“; in der Vergangenheit besonders zum Jahreswechsel, wenn er mit Mitgliedern seiner berühmt gewordenen Fußballmannschaft anreiste. Heute kommen – wenn er in Bischofsmais ist – auch hier kennengelernte Gäste. Auf seinem „Hamburger Berg“, der Altwiedenthaler Höhe, hat sich Uwe Hansen inzwischen auch in seiner Waldlaube eingerichtet. Das I-Tüpfelchen ist ein, vom ehemaligen Bürgermeister Walter Nirschl und damaligen Touristik-Leiter Max Englram, vor Jahren überreichtes Bischofsmais-Schild zur Wegweisung in die „zweite Heimat“ von Uwe Hansen. „Das hat dort jetzt, für jeden Besucher sichtbar, seinen Platz mit der Entfernungsangabe „748 km“ gefunden, wo es einmal im Monat Weißwurscht und Weißbier gibt“, sagt Uwe Hansen, der inzwischen viele Jahre im August zur Kirchweih und zum Heimatfest nach Bischofsmais kommt. Auch Kurioses erlebte der, mit dem Bundesverdienstkreuz, der Verdienstnadel des DFB und vielen weiteren Ehrenpreisen ausgezeichnete Journalist in Bischofsmais. 2009 traf er im „Landgasthof Hirmonshof“ mit Lothar Böttcher einen alten Sportfreund wieder, dessen Spur sich 40 Jahre zuvor verloren hatte, als er den damaligen Junggesellen, mit einem Pappkarton unterm Arm, auf der Wilhelmsburger Bahnhofstreppe ein letztes Mal gesehen hatte. Uwe Hansen: „Lothar war Dauergast in der Pension ’Berghof‘, doch wir hatten uns zuvor niemals getroffen. Und der wusste auch nicht, dass Christian Carstensen hier bis zu seinem Tod gelebt hatte, der ihn einst in Hamburg großgezogen hatte!“ Ein kurioser Zufall, der unvergessen geblieben ist.

2019 wurde Uwe Hansen, der in der Pension „Berghof“ bei Familie Plenk ein neues Quartier hat, zum Tourismusbotschafter von Bischofsmais ernannt.

Im Bild: v. l.: Michael Krause, Birgit Loibl (TI), Anna Maria Plenk, Petra Plenk, Uwe Hansen, Franz Plenk, 1. Bürgermeister Stefan Kern; Foto: Gemeinde Bischofsmais

Anlässlich des 60. Aufenthalts bedankten sich der 1. Bürgermeister Stefan Kern und die Tourist-Information bei Uwe Hansen mit Geschenken und einer Urkunde für die außergewöhnliche und langjährige Verbundenheit und Treue zu Bischofsmais. Auch die Gastgeber ließen es sich nicht nehmen und überreichten ihm ein Präsent.

Die Gemeinde und die Gastgeber freuen sich schon auf viele weitere seiner Aufenthalte!

Text: Peter Schreiber/Touristinfo Bischofsmais